Seminar zur mediativen Haltung

Seminar zur mediativen Haltung ein voller Erfolg – Teilnehmer begeistert

Anfang Februar 2017 fand das erste Seminar der Reihe „Aikido und Mediation – kinästhetischer Zugang zur mediativen Haltung“ statt. Zehn Interessierte mit völlig unterschiedlichem Kenntnisstand zu Mediation und Aikido trafen sich im Dojo (Übungsstätte), um zwei Tage lang die eigene mediative Haltung zu reflektieren, zu trainieren und zu verstärken. Neu ist dabei der Ansatz!


Im Kern geht es darum, die Prinzipien der Kampfkunst Aikido in die Arbeit eines Mediators zu übertragen. Warum das überhaupt sinnvoll ist? Weil die japanische Kampfkunst Aikido und die Mediation als Konfliktlösungsansatz sehr viel gemeinsam haben. Es geht in beiden Fällen darum, die im Konflikt enthaltene Energie (einmal physisch, einmal emotional) aufzunehmen und umzuwidmen. Beim Aikido wird sie verwendet, um die physische Auseinandersetzung so zu beenden, dass keiner zu Schaden kommt. So verlässt man den Ort der Auseinandersetzung ohne sich einen Feind geschaffen zu haben. In der Mediation ist der Konflikt die treibende Kraft, um endlich – unter Begleitung durch den Mediator – eine Lösung zu erarbeiten, die für alle ein nützliches und befriedigendes Ergebnis erzeugt.

Dabei stützt sich die Seminar-Methode auf langjährige Forschung im Bereich, die insbesondere im strukturierten Vergleich von Aikido und Mediation ihren derzeitigen Abschluss fand (aikido-mediation.de). Dazu Dr. Till Neunhöffer, der Erfinder der Methode: „Die Parallelen zwischen diesen Künsten überraschen mich auch nach Jahren der Forschungsarbeit immer wieder. Die Leichtigkeit, mit der die Teilnehmer dieses Seminars diesen Übertrag quasi aufgesogen haben, hat mich wieder mal begeistert.“

Zusätzlich macht das Aikido die gemeinsamen Methoden erlebbar. Wie fühlt es sich an, die Perspektive seines Gegenübers einzunehmen? Wie muss die innere Haltung sein, dass dadurch eine Verbindung entsteht, ohne dass die eigene Position ins Wanken gerät? Es ist heutzutage nicht mehr neu, dass die meisten Menschen kinästhetische Lerntypen sind – dicht gefolgt von denjenigen, die visuelles Lernen bevorzugen. Über den Aikido-Zugang erhält man beides, man kann die spiralförmigen Bewegungen bei der Aikido-Demonstration sehen und das zugehörige Gefühl bei den Körperübungen gefahrlos selbst erleben.

Egal ob Aikido-Experte, Mediator oder interessierter Laie – jeder konnte sofort etwas mit nach Hause nehmen:

„Dieses Seminar schlägt auf eine sehr beeindruckende Art eine Brücke zwischen Konfliktlösung und Deeskalation in den Kampfkünsten und im Bereich der Mediation“, sagt Martin Wolfes, Wissenschaftler an der Uni Mainz und Träger des schwarzen Gürtels in Taekwondo.
„Wer die mediative Haltung erleben will, ist hier goldrichtig!“, schreibt Sabine Wolff nach der Teilnahme auf ihrer Webseite. Und als Coach, Mediator und Trainer muss sie es ja wissen.

„Intuitiv wusste ich bereits, wie stark meine langjährige Aikido-Praxis meinen Umgang mit Konflikten beeinflusst.
Im Seminar wurden systematisch und stringent Parallelen und auch Unterschiede zwischen Aikido und Mediation herausgearbeitet. Besonders die intensive Zusammenarbeit (in Bewegung und verbalem Austausch) mit Menschen, die Aikido gerade erst kennen lernen und dadurch von außen betrachten, hat mir sehr viel gegeben und neue Sichtweisen eröffnet.
Zwei Tage an diesem zu arbeiten war sehr bereichernd – sowohl für mein Aikido als auch meine Entwicklung als Mediatorin“
J. Koch

„Aikido + Haltung + Mediation definiere ich ab heute neu und wertvoll für mich. Danke für die vielen Impulse und Erkenntnisse“
Sabine Krause, Mediatorin, Köln

„Das Seminar hat einen sehr guten Einblick, praktisch wie theoretisch, in „Aikido“ gegeben. Der Vergleich und der Übertrag, vielfach möglich, in die Mediationshaltung war nicht nur hilfreich für die Mediation, sondern auch für die eigene generelle Grundhaltung“
B.D. aus Bad Kreuznach

„Im Seminar konnte ich die vielschichtigen Parallelen zwischen Aikido und Mediation erfahren. Dadurch haben sich für mich für beide Bereiche Perspektiven und Erkenntnisse ergeben; also besonders in den Bereichen Haltung, Akzeptanz und Konsequenz. Meine – zu diesem Zeitpunkt limitierten Kontakte mit Mediation haben hier kein Hindernis dargestellt.“
Dr. Jan Falk Dechent, Physiker und Produktmanager aus Heidelberg

„Ich bin überrascht und begeistert, wieviel ich als erfahrener Mediator noch zum Thema Umgang mit Angriffsenergie bzw. Einfluss der Haltung lernen durfte.“

Mehr darüber auf http://www.cooperation-consulting.com/seminar_aikido_mediation_3.html

About the Author:

Mediator***
Studium der Psychologie (Vordiplom) und Jura (2. Staatsexamen). ehem. Wirtschaftsstaatsanwalt und Richter, heute international beratend und lehrend tätig als Streit- (Verstehens-)vermittler, Dozent und Autor (zB “Mediation (un)geregelt”).

Leave A Comment