DGM drittstärkster Berufsverband

Anlässlich des 1. Deutschen Mediatorentags im ehemaligen Plenarsaal des Bundestages in Bonn konnte die Vorstandsvorsitzende der ausrichtenden Deutschen Gesellschaft für Mediation (DGM) Prof. Dr. Katharina Gräfin von Schlieffen bei ihrer Einführung den bereits am 14. Mai 2012 in Hagen vollzogenen ersten Zusammenschluss von Mediationsverbänden bekannt geben. Die DGM hat mit dem Europäischen Berufsverband für Eigenständige Mediation (EBEM) die Fusion besiegelt.

„Wir alle wissen, dass es zu viele Verbände und Interessenvertretungen gibt. Die DGM und der EBEM  haben in den letzten Jahren dank der Zusammenarbeit im Deutschen Forum für Mediation (DFfM) ihre inhaltlichen Gemeinsamkeiten entdeckt, aber auch herausgefunden, dass man voneinander lernen kann und durch das Zusammengehen zahllose Synergieeffekte gewinnt.“  Die DGM-Vorstandsvorsitzende Gräfin von Schliefen dankte auch den Beteiligten, „die diesen beispielhaften Schritt gemeinsam gegangen sind.“ Die Mitglieder votierten jeweils einstimmig für die Fusion. „Ich würde mir für die Mediatorenschaft wünschen, dass weitere Verbände und Interessensvertretungen diesem Schritt folgen“, so Gräfin von Schlieffen. Der EBEM-Vorstandsvorsitzender Dr. Dr. Gattus Hösl, der in das DGM-Präsidium wechselt, bewertet die vollzogene Fusion als einen großen Wurf: “Die Fusion zwischen dem EBEM und der DGM dient dazu, die internen Kräfte administrativ zu bündeln, die Zersplitterung  der Mediation in der deutschen Mediationslandschaft zu entflechten und als starker Ansprechpartner für die breite Öffentlichkeit, Politik und Wirtschaft in allen Fragen zur Mediation präsent zu sein.” Hösl ist auch sehr zufrieden, dass die Verbreitung der eigenständigen Mediation, sprich die Unabhängigkeit von bestimmten Grundberufen, künftig eine weitaus höhere Aufmerksamkeit finden wird. Mit Blick auf das am vergangenen Freitag endgültig verabschiedete Mediationsgesetz setzt diese erste Fusion zweier Mediationsverbände in Deutschland ein starkes Zeichen. Fordert doch der Gesetzgeber gerade bei dem zentralen Thema der Qualitätssicherung in der Mediation einen verbandsübergreifenden Konsens. Dies drückt sich in der Maßgabe einer gemeinsamen Stelle zur Zertifizierung von Mediatoren aus. Die DGM und der EBEM sind dazu einen ersten Schritt voran gegangen. Beide Verbände waren bisher auch Mitglieder und maßgebliche Akteure in der einzigen und bedeutendsten Interessengemeinschaft für Mediation Deutsches Forum für Mediation (DFfM). Die DGM, die in den letzten Jahren bereits einen enormen Zulauf von neuen Mitgliedern aus allen Bereichen der Mediationsszene verzeichnen konnte, hat mit diesem Zusammenschluss die „magische“ Grenze von 500 Mitglieder überschritten und ist nach dem Bundesverband Mediation (BM) und der Bundesarbeitsgemeinschaft für Familienmediation (BAFM) der drittstärkste Berufsverband für Mediation in Deutschland. „Wir können uns nun mit noch stärkerer Stimme in allen wichtigen Gremien für die Interessen der Mediatoren einsetzen und der Mediation so noch mehr Gehör verschaffen“, so die DGM-Vorstandsvorsitzende Gräfin von Schlieffen abschließend. Die DGM und der EBEM sind damit praktisch dem Willen des Mediatorentags einen Schritt zuvor gekommen. Die Deutschen Mediatoren hatten nahezu einstimmig mit über 90 Prozent für das Zusammenwirken der Mediationsverbände votiert. www.dgm-web.de www.ebem-eu.com

By |2016-12-15T17:41:25+01:00July 2nd, 2012|Mediation News (allgemein), Verbände|1 Comment

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One Comment

  1. Dr. Dieter Kostka 03/07/2012 at 01:24

    Es wird auch durch Wiederholung nicht wahrer: Weder kam dem vergangenen DGM-Mediatorentag eine eigene Rechtspersönlichkeit zu, die einen eigenen Willen hätte haben können – so klingt es jedenfalls unterschwellig – noch hat er auch nur annähernd “die Deutschen Mediatoren” repräsentiert. Das ist schlicht anmaßend, und sicher nicht zufällig so ausgedrückt – pure Meinungsmache! Und 90% (wohlgemerkt der Anwesenden, nicht etwa der “Deutschen Mediatoren”!) sind zwar tatsächlich nicht wenig, aber doch wohl alles andere als einstimmig – diese Lesart wirkt auf mich eher belustigend… Denn was sind schon 10% Andersdenkende? Ist doch so gut wie einstimmig – oder doch nicht? Von den vielen nicht Anwesenden mal ganz abgesehen…

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