Ausbildung

Von der Information bis zur Anwendung

Vernetzung

Die Ausbildung in der Mediation und der integrierten Mediation baut aufeinander auf.

Intranet

Kenntnisse und Fertigkeiten der Mediation sind eine Voraussetzung für deren Integration! Die Ausbildung ist interaktiv. Sie vermittelt Wissen und vor allem Erfahrung im Umgang mit einer konfrontativen Ausgangslage. Es gibt inzwischen schon eine Menge Ausbilder und Ausbildungsinstitute für Mediation. Bedarf es daneben überhaupt noch eines weiteren Ausbildungsangebotes? Ich meine, ja, denn Sie fänden sonst keine Ausbildung zur integrierten Mediation!

Wozu braucht man eine Ausbildung zur integrierten Mediation?

Die Mediation als ein alleinstellendes Verfahren ist nicht die einzige Möglichkeit einer konstruktiven Konfliktlösung. Die Nachfrage nach Mediation erwartet, dass sich die Mediation als ein integraler Bestandteil des Konfliktlösungssystems etabliert. Sie muss genau dort verfügbar sein, wo gestritten wird. Dort, wo der Bedarf nach konstruktiven Lösungen entsteht. Ein Beispiel für die Anwendung der integrierten Mediation ist das Justizmodell in Rheinland-Pfalz.

Koblenzer Praxis

Es genügt nicht, Kenntnisse und Fertigkeiten der Mediation zu besitzen. Entscheidend ist es, sie auch im rechten Moment zur Anwendung zu bringen. Hier liegt der Schwerpunkt der integrierten Mediation. Wenn es Ihnen also darum geht, die Mediation zu erlernen, um sie später proaktiv in Ihrem Beruf einzusetzen, ist die Ausbildung zur integrierten Mediation genau richtig, auch dann, wenn Sie schon ein Mediator sind.

Welches sind die Ausbildungsziele?

Es gibt abgestufte Ausbildungziele. Das Ziel einer abgeschlossenen Ausbildung ist erreicht, wenn Sie in der Lage sind, Mediationen selbständig durchzuführen. Darüber verfügen Sie über ein Repertoire, wie Sie die erlernten Fähigkeiten in bestehende Verfahren einbringen und in ihrem beruflichen Alltag anwenden können.

Wie weit reicht die Ausbildung?

Die Ausbildung zur integrierten Mediation umfasst die Kenntnisse und Fertigkeiten der reinen Mediation. Sie findet einen weiteren Schwerpunkt in der Anwendung dieser Kenntnisse im streitigen Umfeld. Auf diese Weise wird der Wirkungsgrad der Mediation erweitert. Im beruflichen Alltag finden sich ausreichende Fälle, in denen Sie Ihre neu erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten anwenden können. Die Ausbildung lässt sich an die beruflichen Bedürfnisse anpassen. Ein Baukastensystem erlaubt die Kombination verschiedener Ausbildungsgänge.

Bausteine

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Mediator als Beruf

Die Mediation stellt besonders in ihrer Erscheingungsform als integrierte Mediation eine Kompetenz zur Streitvermittlung dar, die überall gebraucht wird. Im privaten Alltag ebenso wie im beruflichen Umfeld. Sie können die integrierte Mediation erlernen zur

  • eigenen Persönlichkeitsentwicklung (soziale Kompetenz)
  • Verbesserung der beruflichen Kompetenz (Umgang mit Mitarebitern, optimierte Wahrnehmung und Kommunikation, Verbesserung der eigenen Belatbarkeit  usw.)
  • professionellen Durchführung von Mediationsverfahren.

Ihre Ausbildung zum Mediator * wird über den Verein integrierte Mediation e.V. oder ermächtigte Institute im Rahmen der bestehenden Ausbildungsrichtlinien und der selbst gesetzten Standards zertifiziert.

Standards

Zertifkate

Um Sie auch nach der Ausbildung zu unterstützen, stehen Ihnen Angebote zur Verfügung, mit denen wir zur Aus-, Fort- und Weiterbildung in Sachen Mediation und Konfliktmanagement beitragen.

Das Ausbildungsangebot

Angebote zur Ausbildung in integrierter Mediation bestehen bereits in verschiedenen Bereichen:

  • Justiz
    Auch wenn die Mediation als ein aussergerichtliches Verfahren beschrieben wird, gibt es wichtige Schnittstellen zur Justiz. Nach den Erkentnissen der integrierten Mediation sollten diese Schnittstellen optimal genutzt werden. Wie dies gesschehen kann fällt in den Erkenntnisbereich der sich schwerpunktmäßig mit der Frage beschäftigt, wie eine Mediation als angewendete Kooperation aus der Konfrontation etwa eines Gerichtsverfahrens zu ermöglichen ist. Wir erkennen fließende  Übergänge (siehe z.B. Wege zur Kooperation). Die Idee der integrierten Mediation wurde in dem Justizprojekt "Integrierte Mediation in Familiensachen" im Bezirk des OLG Koblenz in Rheinland-Pfalz erfolgreich erprobt. (Siehe Altenkirchener Modell und Koblenzer Praxis). Sie ist seitdem Gegenstand von gerichtsinternen Richterausbildungen, die sich intensiv mit den Varianten der reinen, der gerichtsnahen, der gerichtsinternen und der integrierten Mediation ausenandersetzen.
  • Wirtschaft und Branchen
    Die integrierte Mediation beschränkt sich natürlich nicht nur auf den Bereich der justiziellen Konfliktbewältigung. Parallele Anwendungen gestalten sich auch im innerbetrieblichen Bereich oder in den Branchen. Kurz gesagt überall dort, wo die reine Mediation an formal gesetzte Grenzen stößt (siehe die Standards der Mediation und integrierten Mediation).

Die Art und Weise der Ausbildung erkennt den Bedarf einer beruflichen Weiterbildung. Entsprechend den unterschiedlichen Bedürfnissen deckt die Integrierte Mediation verschiedene Ausbildungskonzepte ab.

  • Fernstudium
    Die Idee, eine dem Justizprojekt entsprechende Ausbildung anzubieten, die auch anderen Professionen als den Richtern zur Verfügung steht, war der Ausgangspunkt für das Angebot der ZFH. ZFH ist die Zentralstelle für Fernstudien an Hochschulen in Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen. Sie ist der ideale Partner für eine berufsbegleitende, nebenberufliche oder berufsaufbauende Ausbildung. Der Ausbildungsgang war zunächst einsemestrig auf das Scheidungsmanagement konzentriert. Mehr und mehr entwickelte er sich jedoch zur Ausbildung in Mediation und integrierte Mediation. (Siehe Curriculum zum ZFH Studiengang)
  • Kurse & Training als reine Präsenzausbildung
    Verbandseitig werden Kurse angeboten, teilweise auch in Kooperation mit anderen Ausbildungsträgern und Instituten, wie z.B. die VHS in Altenkirchen und Wittlich. 

Die Ausbildungsinstitute

Die Ausbildung zur integrierten Mediation erfolgt über Ausbildungsinstitute, die dem Verein integrierte-Mediation e.V. angeschlossen sind. Diese haben sich – ebenso wie der Verein selbst – freiwillig dem European code of conduct on mediation [1] unterworfen.  Weiterhin folgen Sie den Standards, soweit sie der Verein für die Vergabe von Zertifikaten ausgibt. Alle Institute arbeiten partnerschaftlich mit Hochschulen zusammen und bieten mit diesen zusammen Ausbildungen an. Die Entwicklung und Zusammenführung der Ausbildungskonzepte und Standards erfolgt über den Fachbereich Ausbildung im Verein.

Die Ausbildungsinstutute sind