Integrierte Mediation Kirgistan

Fidana Alieva, Mediatorin, Ausbilderin und Generaldirektorin am Zentrum für Mediation und Verhandlungsführung in Bischkek, der Hauptstadt der Kirgisischen Republik, hat die Idee der integrierten Mediation während des Besuchs von Arthur Trossen, dem Mitbegründer der Idee und des Vereins Integrierte Mediation auf einem Workshop in Bishkek kennengelernt

Fidana Alieva hat erkannt, dass die Integrierte Mediation nicht nur ein gemeinnütziger Mediatorenverband in Deutschland und anderen europäischen Ländern ist. Die Integrierte Mediation ist ein Know how, ein Konzept, ein Modell und eine Form der Mediation, die wesentlich zu ihrem Verständnis beiträgt. Die Grundidee ist, dass die Mediation einen Erkenntnisprozess beschreibt, der den Parteien die Möglichkeit gibt, einvernehmliche Lösungen selbst zu finden.
Das Verstehen ist nach dieser Lehre ein Fundus, aus dem sich nutzenorientierte Lösungen herstellen lassen. Sie berücksichtigt die gesamte Komplexität der Problemstellung und kann auf alle Aspekte der Konfliktlösung eingehen.
Der mit der Mediation beschriebene Erkenntnisprozess beschränkt sich nicht zwingend nur auf die Durchführung des Verfahrens der Mediation. Er kann methodisch auch in anderen Verhandlungsformaten verwendet werden. Daraus ergibt sich ein wesentlich größerer Anwendungsrahmen, der sich ausschließlich über die Kompetenz der Mediation herstellen lässt. Nach dem Konzept der Integrierten Mediation beschreibt die Mediation eine Art des Denkens.
Fidana Alieva hat nach dem Workshop in Bishkek erkannt, dass dieses Wissen auch für die Entwicklung der Mediation in Kirgistan nützlich ist. In weiteren Gesprächen hatte sie viele Schnittstellen entdeckt und sich entschlossen, das Verständnis der Mediation nach den Lehren der Integrierten Mediation auch in der Kirgisischen Republik vorzuhalten. 
Das Gesetz der Kirgisischen Republik über Mediation wurde am 22. Juni 2017 verabschiedet und als alternative Methode zur Beilegung von Konflikten und Streitigkeiten seit 2010 genutzt. Das von Fidana Alieva geleitete Zentrum für Mediation und Verhandlung hatte sich schon vor der Begegnung in Bishkek zum Ziel gesetzt, die Mediation als ein umfassenderes Konzeption anzuwenden, die nicht nur bei der Lösung von Konflikten einzusetzen ist, sondern auch bei ihrer Verhinderung. Ihr Ziel war es, die Mediation in fast allen Bereichen des menschlichen Lebens und Handelns und als eine Einstellung zu anderen Menschen einzuführen. Jetzt hat sich für dieses Ziel ein Weg ergeben.
Das Zentrum für Mediation und Verhandlung wurde am 5. Januar 2018 Mitglied im internationalen Netzwerk der Integrierten Mediation. Es gibt viele Pläne und Ziele, die gemeinsam in dieser bedeutenden und vielversprechenden Zusammenarbeit umgesetzt werden sollen. In Zukunft werden wir Mediationsdienste koordinieren, Mediatoren vermitteln und natürlich die Ausbildung koordinieren.
By | 2018-02-05T13:40:20+00:00 January 8th, 2018|Chronik, Kiristan, Leitartikel, Mediation News (allgemein)|0 Comments

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