Haben Sie eine Frage zur Mediation?
FAQ’s ist das Akronym für Frequently Asked Questions, also häufig gestellte Fragen. Hier finden Sie Antworten auf allgemeine Fragen zur Mediation und zur Mediationslandschaft. Es gibt weitere FAQ’s im Intranet betreffend die Ausbildung und den Verein.
Antworten auf Fragen anderer
Warum darf sich der Mediand nicht auf's Sofa setzen?
Eine solche Regel gibt es nicht. Nichts spricht dagegen, wenn es sich die Medianden bequem machen. Dadurch verbessert sich das Gesprächsklima.
Probleme könnten allerdings auftauchen, wenn die andere Partei keinen Platz auf dem oder einem anderen Sofa findet und wenn dem Sitzplatz auf dem Sofa eine Bedeutung zugeschrieben wird.
Was ist der Unterschied zwischen gerichtsinterner Mediation und dem Güterichter?
Bei der gerichtsinternen Mediation handelt es sich um eine "reine" Mediation. Es ist ein vom gerichtlichen Entscheidungsprozess abgegrenztes Verfahren der Mediation, bei der allerdings ein Richter als Mediator auftritt. der Richtermediator ist nicht entscheidungsbefugt. Der Güterichter operiert zwar auch in einem abgegrenzten Verfahren. Er kann jedoch noch richterliche Aufgaben wie die Protokollierung der Vereinbarung vornehmen. Ansonsten ist die unterscheidung eher akademisch.Please fill in an answerPlease fill in an answer
Darf ein Mediator Vorschläge machen?
Zunächst gibt es kein Verbot. Die Frage sollte also nicht heißen: darf er das, sondern sollte er es tun. In der reinform lernen wir, dass der Mediator keine Vorschläge machen soll. Das hat einen strategischen Grund und einen persönlichen. Strategisch geht es darum, ein Verhalten herzustellen, das einem Positivsummenspiel entspricht. Je mehr die Parteien den Dritten einbinden, desto mehr versuchen Sie ihn zu manipulieren. Ist der Dritte in die Sachfragen gar nicht eingebunden, lohnt es sich auch nicht, ihn zu instrumentalisieren.
Der persönliche Grund besteht darin, dass die Parteien die Verantwortung selbst tragen sollen. Auch soll der mediator kein Interesse am Ergebnis haben. Beides ist gefährdet, wenn er Vorschläge unterbreitet. Dennoch: es gibt Formen der Mediation, wo der mediator aktiver ist und da sind (zurückhaltende) Vorschläge (ab einem gewissen Verfahrensstand) auch denkbar.Please fill in an answerPlease fill in an answer
Ist die Mediation ein Instrument gegen elterliche Willkür?
Vorab: Mediation ist eigentlich nie ein Instrument gegen etwas, sondern ein Instrument für etwas. Konkret in der Familienauseinandersetzung: Mediation ist ein Instrument für eine Lösung, die den Interessen aller also auch der Kinder gerecht wird.
Die Frage fasst ein sehr umfangreiches Problem zusammen, für das ein eigener Beitrag im BLOG ausgewiesen wurde, aus dem sich auch die Hintergründe der Frage ergeben. Sie sucht nach intelligenten Strategien in hoch eskalierten Familienkonflikten. Oft sind die Kinder als Betroffene der elterlichen Scheidung dem Paarproblem der Eltern ausgesetzt. Die Eltern differenzieren die Beziehungsebenen nicht. Oft benutzen sie die Kinder, um eigenen Bedürfnissen und Emotionen Ausdruck zu verleihen. Das geschieht meist nicht aus bösem Willen, sondern aus Unkenntnis und Betroffenheit. Das Phänomen ist wahrnehmungspsychologisch zu erklären. Die transformative Mediation kann hier zur Klärung beitragen. Sie kann die Sichtweisen verändern und dazu führen, dass die Parteien ein differenziertes und weniger emotional belastetes Bild voneinander bekommen. Die Mediation ist aber ein freiwilliges Verfahren und das Problem ist, dass viele Eltern nicht bereit sind, ihre Sicht auf das Problem zu korrigieren. Die Mediation ist also ein Instrument gegen die Willkür, wenn es von den Parteien in Anspruch genommen wird. Die Wahrnehmung ist stets (und unbewusst) interessenorientiert und die Einbeziehung des abtrünnigen Ehegattens entspricht ganz sicher nicht dem, was sich manche verlassenen Eheleute wünschen. Es ist aber kurz gedacht und nur eine Momentaufnahme. Die Mediation kann dieses Bild korrigieren helfen. Dann beseitigt die Klärung des Paarkonfliktes meist auch den Kindkonflikt. Wenn dennoch Kindesinteressen einzubeziehen sind, hat die Mediation dies zu berücksichtigen. Allerdings hat der Mediator nicht - wie oft zu hören ist - die Interessen des Kindes selbst wahrzuhnehmen. Er muss jedoch dafür Sorge tragen, dass diese Interessen, wenn sie relevant sind, in das Verfahren eingeführt werden. Hierbei sind seiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Mediation ist also ein Instrument gegen elterliche Willkür. Allerdings ein solches, das auf Einsehen und Verständnis aufsetzt. Mehr dazu im BLOG zum Stichwort "Kinder".Please fill in an answerPlease fill in an answer
Sehr geehrte Damen und Herren,am letzten Wochenende habe ich, ausgerichtet von der ZEUGMA im Rahmen meines weiterbildenden Studium Mediation an der FernUni Hagen ein Seminar bei Arthur Trossen besuchen dürfen, dass mich nachhaltig beeindruckt hat.Interessiert wäre ich daher nun grds. an einer Mitgliedschaft in Ihrer community, leider konnte ich nicht erruieren wie die Kostenstruktur für eine Mitgliedschaft bzw. Fördermitgliedschaft ist. Könnten Sie mir hierzu bitte Informationen zukommen lassen.Gerne hätte ich zudem Informationen bzgl. Weiterbildungsangeboten, und den Möglichkeiten einer Zusatzausbildung zum Thema "integrierte Mediation", wenn man bereits das weiterbildenden Studium Mediation an der FernUni Hagen absolviert hat. Könnten Sie mir ferner auch Informationen bzgl. Möglichkeiten der Supervision und ihrer Kosten zukommen lassen?Vielen Dank im Voraus.Herzliche GrüßeAlexandra Schulte
Die Mitgliedschaft kostet nur 50 EUR/Jahr. Mehr über die Mitgliedschaft finden Sie hier: http://www.in-mediation.eu/netzwerk/mitgliedschaftPlease fill in an answerPlease fill in an answer
Was ist Mediation?
Mediation ist ein Verfahren, bei dem ein neutraler Dritter die Parteien dabei unterstützt, selbst eine Lösung für ihren Konflikt herbeizuführen. Soweit die Kurzform. Weitere Erläuterungen sind hier: www.in-mediation.eu/mediation/reine-mediation und hier gibt es sogar einen ausführlichen Vortrag: www.in-mediation.eu/mediation-bozen.
Warum kann ein Richter kein Mediator sein?
Eigentlich geht es nicht darum, ob der neutrale Dritte, also der Mediator ein Richter ist oder nicht. Entscheidend ist vielmehr, ob und inwieweit der Mediator in den Entscheidungsprozess der Medianden einbezogen ist oder nicht.
Ist eine Mediation trotz richterlicher Anordnung freiwillig?
Die Freiwilligkeit hat mehrere Bedeutungen in der Mediation. Zunächst gilt der Grundsatz, dass jede vertragliche Vereinbarung freiwillig getroffen sein muss, damit sie wirksam und nicht anfechtvar ist. Darüber hinaus bezieht sich der Grundsatz der freiwilligkeit jedoch auch auf das Verfahren. Es meint eigentlich die Verhandlungsbereitschaft.
Darf / muss ein Mediator auch im Falle einer Straftat schweigen?
Die Vertraulichkeit wird durch ein Zeugnisverweigerungsrecht des Mediators abgesichert. Es ist nicht nur sein Recht zu schweigen, sondern auch seine Pflicht. Wenn er von einer Straftat erfährt oder gar Zeuge einer Straftat wird, endet seine Schweigepflicht ebenso wie das Schweigerecht. Eine Pflicht zur Anzeigeerstattung besteht nur im Rahmen derjenigen Vorschriften, die jeden Bürger treffen. Mehr dazu siehe hier
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