EuroNetMed

EuroNetMed ist ein Netzerk für international und interkulturell tätige Mediatoren, Mediatorenvereinigungen und Organisationen

Das Projekt “European Network of Mediators for Cross Border Dispute Resolution”  (EuroNetMed), wie es im Originaltitel genannt wird, zielt auf die Schaffung eines Netzwerks von Dienstleistern für die Zusammenarbeit in grenzüberschreitenden Zivilgerichtsverfahren und die Erbringung von Dienstleistungen insbesondere die Förderung der Mediation als alternative Methode für den grenzüberschreitende Konflikte. Es trägt dazu bei, Synergien bei der Ausbildung für die Bearbeitung grenzüberschreitender Fälle  herauszuarbeiten und den politischen Dialog für die Bewältigung grenzüberschreitender Konflikte in Europa zu fördern. Das Projekt wird umgesetzt von PAMB (Professional Association of Mediators in Bulgaria), IM (Integrierte Mediation e.V. ) in Deutschland und GEMME (Europäische Vereinigung der Richter für Mediation) mit Sitz in Frankreich.

Die Ziele des Projektes

  • Verbesserung der Zusammenarbeit bei internationalen Streitigkeiten im Bereich der Mediation zwischen den Institutionen und Organisationen, die in die Bearbeitung grenzüberschreitender Zivilverfahren in Europa einbezogen sind;
  • Aufdeckung von Synergien bei der Bearbeitung von nationalen und grenzüberschreitenden Streitigkeiten und die Erweiterung der bestehenden Kompetenzen der Dienstleister;
  • Förderung der Nutzung und Verbesserung des Zugangs zu alternativen Streitbeilegungsverfahren.

Die erwarteten Ergebnisse

  • Etablierte Kooperationen und Partnerschaften in der grenzüberschreitenden Streitbeilegung zwischen den Gerichten, der Anwaltschaft, der EU und Mediationsverbänden sowie  Organisationen in Bulgarien, Deutschland und Frankreich;
  • Konzepte für Fachausbildungen, und die Vorhaltung von Methoden und Lehrplänen, die sich auf die speziellen Bedürfnisse der grenzüberschreitenden Mediation einlassen.
  • Ausbildungen für die Mediation in grenzüberschreitenden Streitigkeiten;
  • Mediationszentren für grenzüberschreitende Mediationen in Bulgarien und Deutschland, welche die Mediation bei der Akquirierung und der Ausführung grenzüberschreitender Mediationen unterstützen, entsprechend ausgestattet sind und die Online-Mediation vorhalten;
  • Internationale Konferenz in Bulgarien.

Warum Mediation und warum gerade jetzt?

Die zunehmende Freizügigkeit innerhalb Europas, welche von Personen, Waren und Dienstleistungen angenommen wird, geht zwangsläufig mit der Erhöhung der möglichen Anzahl von grenzüberschreitenden Streitigkeiten einher. Die EU hat eine Reihe von Maßnahmen entwickelt, die Personen mit grenzüberschreitenden Rechtsstreitigkeiten helfen sollen. Es soll sichergestellt werden, dass jedermann die Gerichte und Behörden in jedem EU-Land so einfach möglich erreichen und ansprechen kann. Alternative Methoden der Streitbeilegung, wie beispielsweise die Mediation, spielen eine wichtige Rolle bei der Vereinheitlichung und Öffnung der Justiz, wenn es um grenzüberschreitende Fälle geht. Laut einer EU-finanzierten Studie, wird der verschwendete Zeitaufwand, der dadurch entsteht, dass keine Mediation eingesetzt wird, mit einem Durchschnitt von zwischen 331 und 446 Tagen geschätzt. Die zusätzlichen Anwaltskosten werden auf 12.471 € bis 13.738 € pro Fall angesetzt.

Vorteile für Projektteilnehmer

  • Alle, die das Projekt und seine Durchführung unterstützen, werden mit den Möglichkeiten der Mediation im internationalen und interkulturellen Umfeld vertraut gemacht werden;
  • Es besteht die Möglichkeit sich einzubringen um eine Informationsschnittstelle auszuschöpfen, in der alle notwendigen Daten und Informationen über Cross Border Mediation abgerufen werden können. Teilnehmer erhalten ein kostenloses Handbuch über interkulturelle und internationale Mediation.
  • Es besteht die Möglichkeit, sich ebenfalls kostenlos, weil EU finanziert, ausbilden zu lassen, um eigene Kapazitäten auch zur Vermeidung von Konflikten und zur Kostensenkung auszuschöpfen;
  • Sie haben die Gelegenheit, die Standards zur Entwicklung der Mediation in diesem Bereich mitzugestalten. Nach dem Abschluss des Projektes wird Ihre Organisation oder Ihr Unternehmen auf der Web-Seite als ein solches präsentiert werden, das mit den Standards der grenzüberschreitenden Mediation vertraut ist.
  • Es wird eine Anlaufstelle eingerichtet, in der die Rechtssuchenden auf Experten und Institutionen hingewiesen werden, die ihnen bei der weiteren Streitbewältigung Unterstützung anbieten können.

Kontakt in Deutschland

Bis zur Etablierung des Netzwerks als vollwertige Anlaufstelle für Cross Border Mediation kontaktieren Sie bitte: Integrierte Mediation e.V. z. Hd. Arthur Trossen Im Mühlberg 39, D-57610 Altenkirchen Tel.: +49 (0) 2681 986257 E-Mail: Arthur.Trossen@in-mediation.eu

Weitere Beiträge zum Projekt

  • Cross Border Mediation – Die Königsdisziplin
    Schon bei der Vorbereitung des Projektes EuroNetMed kam die Frage auf: “Was genau macht eigentlich den Unterschied aus zwischen der “Cross Border Mediation” und der “normalen Mediation”? Die Fragestellung war ein Teil der Projektaktivitäten. Sie sollte die Entwicklung eines Curriculums und des Handbuches vorbereiten.  Das Ergebnis dieser Recherchen ist verblüffend. Kenntnis aller Verfahrensweisen Sowohl die internationale wie die ...
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    Einladung zur Informationsveranstaltung des Projektes „EUROPEAN NETWORK OF MEDIATORS FOR CROSS BORDER DISPUTE RESOLUTION”. Sie fragen, warum Sie daran teilnehmen sollten? Die Frage lässt sich einfach beantworten, wenn Sie die Mediation unterstützen wollen und möchten, dass sich die Idee verbreitet die interkulturelle Mediation erlernen möchten grenzüberschreitende Fälle bearbeiten oder bearbeiten wollen Teil eines EU-weiten Netzwerkes werden wollen Eine kostengünstige / kostenlose (weil ...
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    Anlässlich des EU Projektes EuroNetMed wird das Thema “interkulturelle Mediation” sehr intensiv diskutiert und zwar anhand der Frage: Braucht der Mediator Kenntnisse über die kulturellen Hintergründe seiner Medianden? Die Frage wird durchaus streitig diskutiert. Die Einen sagen ja, er braucht diese Kenntnisse. Die Anderen sagen, nein, er braucht sie nicht. Eine differenzierte Antwort ist die ...
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