Mediatoren

Der Mediator – das unbekannte Wesen

Ein Mediator ist eine neutrale Dritte Person, welche die Parteien unterstützt, selbst eine Lösung des Konfliktes / Problems herbeizuführen. Der Mediator ist also so eine Art Geburtshelfer. Damit er seinem Auftrag gerecht werden kann, bedarf er einer Kompetenz, die sich aus dem Wissen um die Konfliktbewältigung einerseits und aus der Fähigkeit, sich zurückzunehmen zusammensetzt. Das ist leichter gesagt als getan.

Auswahl des Mediators

Sie werden staunen. Das Angebot an Mediatoren ist recht groß. Das macht es nicht leichter. Wie kann man in einer großen Auswahl den “guten” Mediator vom “schlechten” unterscheiden? Wen von der Liste soll man wählen?

Viele Mediatoren führen das Kennzeichen des Zertifizierers als Klammerzusatz. Das liest sich dann etwa so: Mediator (IM) oder Mediatorin (BAFM). Daraus entnehmen Sie Hinweise auf die Ausbilung. Eine gute Ausbildung ist allerdings noch keine Garantie für die Qualität der Dienstleistung.

Woran also erkennen Sie die Qualifikation des Mediators?

Von aussen ist dies nur bedingt möglich. Also müssen sich die notwendigen Informationen aus originären Quellen, etwa der Web-Site des Mediators oder am besten gleich einem informatorischen Vorgespräch, entnehmen. Die Qualität des Mediators ist daran zu messen, inwieweit es ihm gelingt, den Konsens zwischen den Parteien in einer angemessenen Zeit herbeizuführen.

In einem Vorgespräch können Sie sich ein Bild über die Praxis des Mediators machen. Ist er in der Lage seine Arbeitsweise klip und klar zu erläutern? Wenn die Mediation, wie bei vielen Anwälten, neben dem originären Beruf angeboten wird, ist es wichtig zu wissen, wie die Arbeitsbereiche voneinander getrennt werden.

Die interne Organisation der Mediationspraxis gibt weitere Aufschlüsse. Arbeitet der Mediator alleine oder vernetzt? Kann er ein Setting anbieten, das ausreichend Zeit und Ruhe für Ihren Fall bei flexibler Terminierung zur Verfügung stellt?

Ein wichtiges Kriterium für gute Qualität ist die unvoreingenommene Haltung des Mediators. Sie müssen sich akzeptiert und verstanden fühlen, genau so, wie die Gegenpartei. Wenn kein Vertrauen zum Mediator besteht, wird die Mediation nicht gelingen.

Achten Sie darauf, dass Sie umfassend informiert werden. Die Mediation ist ein freiwilliges Verfahren, das dem Grundsatz der Informiertheit unterliegt. Der Mediator muss darauf achten, dass nichts ohne Ihr Wissen oder Ihre Billigung geschieht.

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