Ausbildung Garant für Kompetenz

Verstehen geht anders!

Möchten Sie lernen wie?

Hier erfahren Sie alles, was Sie über die Ausbildung zur Mediation wissen sollten.

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QUALITÄT wird bei uns GROSS geschrieben

Integrierte Mediation setzt die Standards für eine hochwertige, graduierte Ausbildung. Wenn Sie den kürzesten Weg in eine qualifizierte Ausbildung zur Mediation suchen, treffen wir uns über kurz oder lang ganz sicher in der Akademie.
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Wozu brauchen Sie eine Ausbildung zur Mediation?

Eine Mediationsausbildung kann ganz unterschiedliche Ziele verfolgen. Manchen geht es darum, ihre soziale Kompetenz zu verbessern. Andere wollen eine Berufsqualifikation erwerben und wieder anderen kommt es schlicht und einfach nur darauf an, einen weiteren Titel führen zu können. Mithin haben wir drei unterschiedliche Motive zu bedenken, die zu unterschiedlichen Anforderungen führen:

Die Ausbildung zur Mediation ist sicherlich zur Steigerung der eigenen Konfliktfähigkeit und zur Verbesserung des Umgangs mit Anderen geeignet. Eine gute Ausbildung zur Mediatiom umfasst auch die Persönlichkeitsbildung. Sie erfordert eine Selbstreflexion und ist schon deshalb zweifellos mit einer Ausbildung zur sozialen Kompetenz gleichzusetzen. Der Mediator lernt einiges über die Wahrnehmung und die Kommunikation. Er lernt auch einiges über Konflikte und den Umgang mit ihnen. Manche Ausbildungen sind lediglich auf das formelle Verfahren der Mediation ausgelegt. Der Auszubildende lernt, die Mediation mechanisch abzuwickeln, was aber nur dann gelingt, wenn eine solche nachgefragt wird. Sicherlich wird er Erkenntnisse gewinnen und Techniken erlernen, die ihm im Alltag helfen. Ganz sicher wird er die aus der Gesprächstherapie entlehnten Kommunikationstechniken auch für sich nutzen. Wenn die Ausbildung aber nicht (wie bei der Integrierten Mediation) explizit darauf abstellt, wie er es bewerkstelligen kann, das Erlernte immer und überall anzuwenden, obliegt es seiner eigenen Kreativität was er aus seiner Ausbildung herausholen kann und wie er sie für sich persönlich nutzbar machen kann.

Inzwischen ist der Mediator ein etablierter Beruf. Er wird sogar als solcher bei der Agentur für Arbeit gelistet, wenn er dort auch eher als Schlichter beschrieben wird. Eine gesetzliche Regelung zur Berufsausübung des Mediators gibt es trotz des im Jahre 2012 erlassenen Mediationsgesetzes noch nicht. Auch gibt es keine vorgeschriebene Berufsausbildung. Ganz ohne Ausbildung geht es aber nicht. Die wird vom Gesetz vorausgesetzt. Wie diese Ausbildung auszusehen hat, besagt das Gesetz jedoch nicht. Theoretisch kann sich also jeder mit einer beliebig kurzen Ausbildung als Mediator niederlassen (Ausnahmen bestehen lediglich für einige Berufe wie z.B., die Rechtsanwälte).

Die Mediationsausbildung ist keine eigenständige Berufsausbildung. Sie ist eher eine berufliche Fort- oder Weiterbildung. Sie genügt aber zur selbständigen Ausübung des Berufs als Mediator. Der Gesetzgeber hat das Bundesjustizministerium in § 6 MediationsG ermächtigt, eine Ausbildungsverordnung zu erlassen. Die als ZMediatAusbV bezeichnete Rechtsverordnung ist allerdings bis heute nicht in Kraft. Die beabsichtigten Festsetzungen zur Mediationsausbildung sind mit dem vorgelegten Entwurf zur ZMediatAusbV bekannt gegeben worden. Unser Verband hat dazu wie andere Verbände und Kammern eine Stellungnahme abgegeben. Die ZMediatAusbV soll den Ausgebildeten berechtigen, sich als “zertifizierter Mediator” zu bezeichnen. Herauszustellen ist, dass diese Verordnung nur die Mindestabnforderungen an eine Mediatorenausbildung festlegt. Schaut man sich die Verordnung genauer an, wird man feststellen, dass bestimmte Mediationsmodelle -formen und Arten von der ZMediatAusbV nicht erfasst werden. So beuiehen sich die Ausbildungsinhalte z.B. auf die Kommunikation, die Wahrnehmung und die Konflikttheorie. Weitere psycholoigische oder notwendige soziologische Inhalte sind dort aber nicht erwähnt. Für die Bearbeitung einer transformativen Familienmediation oder einem innerbetrieblichen Mobbing fehlen also die Grundlagen.

Anders als der “eingetragene Mediator” in Österreich knüpft der Gesetzgeber in Deutschland keine berufsrechtlichen Konsequenzen an den “zertifizierten Mediator”. Rein juristisch betrachtet ist ein weniger gut ausgebildeter Mediator also trotzdem in der Lage, den Beruf auszuüben. Ob das Sinn macht, ist eine andere Frage.

Wem es lediglich darauf ankommt, die Ausbildung zum Mediator wegen eines weiteren Titels zu durchlaufen, der wird enttäuscht sein. Der Mediator ist eine Berufsbezeichnung, kein Titel und erst Recht kein akademischer. Lediglich akademische Ausbildungen, die mit dem Master-Titel enden, gewähren einen akademischen Grad. Insbesondere der “zertifizierte Mediator” ist kein Titel. Wenn er es wäre, dann handelte es sich um einen selbstverliehenen Titel. Das Mediationsgesetz besagt in § 5, dass SICH ein Mediator zertifizierter Mediator nennen darf, wenn er die Ausbildung nach der Rechtsverordnung durchlaufen hat.
Ausbildung ist die Vermittlung von Wissen, Können und Fertigkeiten. Im Vordergrund einer Ausbildung zur Mediation oder zum Mediator steht die mediative Haltung. Eine Mediationsausbildung im Verständnis der integrierten Mediation legt den Schwerpunkt auf die Kompetenz des Verstehens und der Verstehensvermittlung. Dabei wacht der Verband über die nachhaltige Einhaltung unserer Qualitätsstandards, denen sich die von uns akkreditierten und empfohlenen Ausbilder und Ausbildungsinstitute unterworfen haben. Nur so lässt sich die Idee eines friedlichen Miteinanders und das dazu führende Know-how der integrierten Mediation konsequent verwirklichen.

Eine Ausbildung in Mediation ist immer sinnvoll!

Zugegeben, wir sind bei dieser Behauptung in mehrfacher Hinsicht befangen. Die Erfahrung gibt uns recht, denn die Ausbildung zur Mediation führt auch zu einer persönlichen Vervollkommnung. Finanzielle Aspekte spielen für uns keine Rolle. der Verein ist gemeinnützig und hat keine Gewinnerzielungsabsicht. Wir meinen allerdings, dass die Vermittlung von mediativen Kompetenzen – mithin die Ausbildung zur Mediation – ein Kulturgut sein sollte, das jedermann zur Verfügung zu stellen ist. Dennoch: Eine Ausbildung kostet immer Energie und Zeit – und ist oft eine lohnende Investition in die eigene Zukunft. Überlegen Sie sorgfältig, ob Sie diese Investition auf sich nehmen wollen. Das Ausbildungskonzept der integrierten Mediation wird Ihnen entgegen kommen.

Wenn Sie sich vorstellen, die Mediation als Beruf auszuüben, von dem Sie Ihr Einkommen bestreiten können, dann könnten Sie enttäuscht werden. Die Nachfrage nach Mediation steigt zwar. Ob sie aber schon groß genug ist die Mediatoren zu ernähren ist eine andere Frage.

Die integrierte Mediation bietet eine Lösung an. Denn sie setzt auf die Kompetenz, die sich nicht nur im Angebot von Mediationen erschöpft. Jetzt ergeben sich Wettbewerbsvorteile bei der Einstellung auf Führungsposten, bei der Leitung von Unternehmen oder Projekten und bei der Gestaltung des konventionellen Dienstleistungsangebotes. Der Grund: die integrierte Mediation erlaubt das Meditieren auch außerhalb von formalisierten Mediationsverfahren.

Entscheidungshilfe

Verstehen Sie die Ausbildung zur Mediation als einen Prozess, bei dem mehrere Hürden zu nehmen sind, bis Sie am Ziel ankommen.

Die erste Hürde ist Ihre persönliche Entscheidung zu diesem Schritt. Machen Sie sich bitte klar, welches konkrete Ziel Sie für sich mit der Ausbildung verfolgen wollen.
Die zweite Hürde besteht darin, die Zugangsvoraussetzungen zu erfüllen. Die Mediation ist als eine berufliche Weiterbildung konzipiert. Manche Institute verlangen deshalb entweder eine abgeschlossene Hochschulausbildung oder setzen wenigstens eine berufliche Erfahrung, am besten in einem konfliktnahen Beruf, voraus.
Die dritte Hürde besteht in ihrer Eignung. Mediation kann man als ein Handwerk verstehen oder gar als eine Kunst. Sie ist also (er)lernbar. Manchen fällt es leicht, anderen fällt es schwerer. Eine gute Ausgangsbasis ist Ihr Interesse am Umgang mit Menschen.
Die vierte Hürde ist Innre eigene Motivation und Leistungsbereitschaft. Es wäre falsch anzunehmen, die Ausbildung in Mediation sei ein “easy going”. Sie erfordert Lerneinsatz und vor allem Übung. Die Ausbildungsinstitute sollten in der Lage sein, Ihnen recht genau zu schildern, wie groß der individuelle Lernaufwand in Bezug auf Ihr persönliches Ziel tatsächlich ist.
Die fünfte Hürde besteht in der Bereitschaft, das Gelernte anzuwenden und weiter zu perfektionieren. Es genügt also nicht, eine Ausbildung zu konsumieren. Sie werden es erleben. Mediation macht Spass. Sie erleichtert vieles auch in Ihrem eigenen Leben. Wer einmal damit in Berührung gekommen ist, der kommt davon nicht mehr los.
Die sechste Hürde und schwierigste Hürde besteht darin, die passende Ausbildung zu finden und das Ausbildungsinstitut auszumachen, das dafür einstehen kann.

ERFAHRUNG ist ein MUSS

Mediation ist mehr als nur die Fähigkeit, mit den Parteien ein versöhnliches Gespräch zu führen. Mediation erfordert neben dem Wissen auch die Übung im Erkennen und korrekten Umgehen mit unterschiedlichsten Konflikten. Wir berufen uns auf eine mehr als 14 jährige Ausbildungserfahrung im In- und Ausland, bei der Kurse und Standards kontinuierlich weiterentwickelt wurden.

Wie finden Sie das beste Ausbildungsangebot?

Die Stiftung Warentest hatte bei einer Untersuchung im Jahre 2013 allein 298 Ausbildungsinstitute ausfindig gemacht. 145 davon sind näher untersucht worden (siehe “Stiftung Warentest zur Mediationsausbildung“). Die Ausbildung der integrierten Mediation ist in die Empfehlungsliste übernommen worden. Inzwischen dürfte die Zahl der Ausbildungsangebote noch angewachsen sein. Das Angebot ist unübersichtlich und nicht nur für den Laien verwirrend. Qualität ist nicht ohne Weiteres erkennbar. Selbst die Untersuchung der Stiftung Warentest ist unzureichend. Sie stellt auf formale Kriterien ab, wie Inhalte, Ausbildungsdauer, Verbandszugehörigkeit usw. Um den didaktischen Erfolg zu gewährleisten spielen die Lernbedingungen, die Didaktik, das Ausbildungsmaterial, die Konsistenz, die Transdisziplinarität, die Trainerpersönlichkeit (Vorbildlichkeit, Authentizität, Erfahrung und Kompetenz), der Praxisbezug und die begleitende Unterstützung der Auszubildenden (Organisation und Lernanleitung für Peergroups) eine entscheidende Rolle. Letztlich entscheidend ist die Fertigkeit, das Gelernte praktisch umzusetzen.

Was Teilnehmer sagen

Schon von der ersten Sektion unserer Fortbildung war ich begeistert, von der zweiten bin ich es noch mehr! Und dies beruht auf Deiner Person und Deinem authehtischen Vortrag! Diese Anerkennung möchte ich Dir kundtun.
Inga Jonas
Zunächst besten Dank, dass ich in diesem Semester teilnehmen darf. Du warst wie immer großartig – und für meinen Geschmack unerreichbar mediationstalentiert.
Monika Merkel-Arlt
Die Präsenzswochenenden sind dank der perfekt abgestimmten Teamarbeit von Arthur und Monika unglaublich dicht und intensiv. Ich kann diesen Studiengang uneingeschränkt empfehlen und halte ihn für die erste Wahl.
Dr. Anna-Barbara Kern
Die Lernatmosphäre ist entspannend und spannend und in einer besonderen Weise strukturiert. Jeder Lernende wird ernst genommen.
Jutta Baumgärtel
Vielen Dank für das wirklich ausgezeichnete Seminar. Ich habe über vieles nachgedacht und viele gute Vorsätze gefasst – mal sehen, ob es klappt. Schon die heutige Sitzung verlief etwas “anders” – und sehr positiv. Klasse!
Regina Benz
Abschliessend muss ich aber sagen, dass eigentlich genau die richtige Mischung aus Rollenspiel und unglaublich hilfreichen Informationen und Tipps von dir mich sehr viel weiter gebracht haben. Ich habe natuerlich nach wie vor das Gefühl, ich muss noch vielmehr üben, aber gleichzeitig ist mir klarer geworden, worauf ich achten muss, bzw. was genau ich üben muss. Das war vorher noch etwas im Nebel. Durch Deine Erklärungen, Erzählungen und Beispiele sind mir wirklich einige Lichter aufgegangen. Deshalb an dieser Stelle vielen Dank für das spannende und interessante Wochenende!
Simone Schlenke

Das Ausbildungskonzept der integrierten Mediation

Die Integrierte Mediation pflegt ein breites Bild der Mediation und wendet sie in allen Erscheinungsformen an. Integrierte Mediation kann auch dort wirken, wo nicht erkennbare Konflikte vorliegen. Und sogar, wo eine formelle Mediation gar nicht möglich erscheint: Sie erfasst Grenzbereiche der Mediation und nutzt Schnittstellen zu anderen Verfahren und Vorgängen, immer am tatsächlichen Bedarf orientiert. Hier liegt der unverwechselbare Schwerpunkt der Integrierten Mediation. Daraus ergeben sich Konsequenzen für die Ausbildung. Wir erwarten von unseren Studenten und Schülern, dass sie mit allen Varianten der Mediation und all ihren Erscheinungsformen in Abgrenzung zu anderen Angeboten zurecht kommen. Mediation als Philosophie verstanden, ist lebenslanges Lernen. Eine Auseinandersetzung mit sich und der Umwelt. Die ZMediatAusbV (Entwurf) trägt diesem Umstand nur bedingt Rechnung, indem sie Fortbildungen und Supervisionen vorschreibt.

Entscheidungshilfe

Finden Sie das zu Ihnen passende Ausbildungsangebot

Die erste und wichtigste Frage, die Sie sich stellen sollten ist, ob Sie alle Informationen über das Studium haben, die Ihnen eine Entscheidung ermöglichen. Möglicherweise haben Sie Fragen zu Ihrer Qualifikation, zum Ablauf oder zur persönlichen Eignung. Auch die Frage, ob und wie Sie die Mediation später für sich professionell, semi-professionell oder privat einsetzen können, sollte Sie interessieren. Die Institute halten häufig Web-Seiten vor, in denen die meisten Informationen bereit gestellt werden. In jedem Fall sollte es dort auch eine Anlaufstelle geben, in der Ihnen neutral und uneigennützig die Beratung angeboten wird, die Sie benötigen. Als Faustregel mag gelten: Wer schlecht über die Mitbewerber redet, weiß meist nichts Gutes über sich selbst zu sagen. Die Informationen sollten Ihnen vor allem helfen, die ausgewiesenen Lernziele auf Ihre individuellen Bedürfnisse abzugleichen.
Die Lernziele ergeben sich aus einem Curriculum, welches von der jeweiligen Ausbildungsstelle zur Einsicht zur Verfügung gestellt werden sollte. Bei der Sichtung des Curriculums sollten Sie auf Vollständigkeit und Gewichtung von Themen, Inhalten und Praxisanteilen achten. Das Curriculum sollte wenigstens den Lerninhalt wiedergeben, der in den Mindeststandards ausgewiesen ist. Der Ausbilder sollte spätestens auf Anfrage in der Lage sein, die Verwertung der Mindeststandards innerhalb der Ausbildung nachzuweisen.
Die Ausbildungsdauer wurde per Gesetz nunmehr auf 120 Ausbildungsstunden festgelegt. der Trend der verschiedenen Verbände geht jedoch hin zu einer 200-stündigen Ausbildung. Aber auch eine 200-stündige Ausbildung ist (relativ gesehen) noch nicht viel. Umso wichtiger ist es, auf die Effizienz der Ausbildung zu achten. Es macht einen Unterschied, ob Sie in einem 120 Stundenkurs mit 16, 20, 25 oder 50 Teilnehmern untergebracht sind. Achten Sie also darauf, ob und wie die Ausbilder die Teilnehmerzahl limitieren.
Abgesehen von dem Gesamtstundenaufwand ist die Dauer der Ausbildung (Zeitablauf) von Bedeutung. Das Gelernte muss sich setzen können. Es muss durch eigene Erfahrungen ergänzt werden. Das ist der Grund, warum viele Anbieter die Präsenzausbildungen in einem zeitlichen Rhythmus planen, der einen mehrwöchigen Zeitraum zum Vor- und Nacharbeiten zwischen den Präsenzausbildungen belässt.
Entsprechend Ihrem Lernziel sollte die Ausbildung so aufgebaut sein, dass Sie dort zunächst die Mediation auch für einen nicht professionellen Einsatz erlernen können, die für eine Ausbildung im professionellen Einsatz fortgesetzt werden kann. Natürlich kann die Ausbildung auch schon von vorne herein auf das Ziel der Professionalisierung angelegt sein. In jedem Fall ist es aber ratsam darauf zu achten, dass die Bandbreite unterschiedlicher Ausbildungsziele vorgehalten wird. Wenn das Training modul- oder semesterweise angeboten wird, ist diese Anforderung meist erfüllt. Auch verringert sich Ihr finanzielles Risiko, falls Sie den Kurs aus persönlichen oder terminlichen Gründen unterbrechen oder gar abbrechen müssen. Achten Sie auch darauf, dass und welche Ausweichmöglichkeiten bestehen, falls Sie an einem oder mehreren Trainingstagen etwa krankheitsbedingt verhindert sind. Bei neuen, nur einmalig oder sporadisch angebotenen Ausbildungen sollten Sie sich gezielt nach Ausweich-, Nach- und Weiterbildungsmöglichkeiten erkundigen. Sicher können Sie sein bei Ausbildungen, die schon etabliert sind und die in einem wiederkehrenden Rhythmus angeboten werden.
Manche behaupten, dass die Mediation im Fernstudium nicht erlernter sei. Das ist so in keinem Fall zutreffend. Die Bereitstellung von Lehrbriefen im Heimstudium hat durchaus Vorteile und erlaubt eine intensivere Erfassung des Wissens. Gleichzeitig steht mehr Zeit für die optimale Nutzung der Präsenzen zur Verfügung. Ausschlaggebend ist das Verhältnis von Heim- und Präsenzstudium. Der praktische Studienteil sollte nicht zu kurz kommen und wenigstens 50-60% des Gesamtstudiums ausmachen. Das ist etwas mehr als der üblicherweise für Fernstudien vorgesehene Präsenzanteil (Zur Qualifikation eines Fernstudiums siehe: http://www.in-mediation.eu/mediation-im-fernstudium).
Besonders vorsichtig sollten Sie mit Ausbildungen zum Fachmediator umgehen. Oft erwecken solche Ausbildungen den Eindruck, dass sie auf eine Grundausbildung aufstocken. Nicht immer ist dies der Fall. Stellen Sie sicher, dass Sie auch bei einer Fachausbildung das Wissen der Grundausbildung vollinhaltlich für alle denkbaren Mediationsarten mitnehmen können (die Integrierte Mediation verdeutlicht dieses Phänomen beispielsweise, indem sie nicht von Fachmediatoren, sondern von Mediatoren mit Schwerpunkt im Feld xy spricht).
Das didaktische Konzept wird am wenigsten hinterfragt und doch ist es das Wichtigste im Training. Es sollte verschiedene Trainingsmaterialien beinhalten und die Methodik beschreiben, in der Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt werden. Hier sollte ein möglichst ausgeglichenes Verhältnis zwischen Wissensvermittlung und Anwendung bzw. Übung sowie ein Spektrum an Methoden deutlich werden, da nur diese ein angemessenes Lernen für alle Lerner mit ihren unterschiedlichen Lernarten ermöglichen. Übliche und bewährte Methoden sind beispielsweise: Vorträge, Diskussionen, Einzel- und Gruppenarbeit, Übungen und Rollenspiele, Präsentationen und Vorführungen, Rückmeldungen, Supervision und Feedback. Erkundigen Sie sich, ob und wie Mediationen und Interventionen gezeigt werden. Nicht jeder Ausbilder ist dazu bereit, sich selbst als Anschauungsobjekt zur Verfügung zu stellen.
Manche Ausbildungen weisen zwar das ganze Spektrum an Materialien und Methodik aus. Sie bieten auch die Ausbildung bei mehreren Trainern an. Wechselnde Trainer geben Einblick in unterschiedliche Mediationsstile. In ihrer Gesamtheit repräsentieren sie ein interdisziplinäres Wissen. Dabei ist es wichtig, dass die Trainer nicht wie Inseln eingeführt werden, sondern dass sie konsistent in das Training eingebunden sind. Sie sollten die angebotenen Lehrmittel kennen und sich zu anderen Trainern konstruktiv abgrenzen können. Weiterhin sollten sie sich auf die angebotene Begleitliteratur beziehen können. Aufeinander abgestimmte Skripte, Videos, Aufzeichnungen der Rollenspiele und Arbeitsanleitungen sollten zum festen Bestandteil eines Trainingsangebotes zählen. In guten Ausbildungen steht Ihnen ein permanenter Ausbildungsbetreuer zur Verfügung.
Das Selbststudium (privates Üben) spielt eine übergeordnete Rolle in der Ausbildung. Hier ist darauf zu achten, ob und wie ein Selbststudium gefordert und gefördert wird. Gute Ausbilder helfen bei der Einrichtung von Peergroups. Erkundigen Sie sich danach, ob und für welche Regionen die Ausbilder eine Organisation der Peergroups bereitstellen können. Eine weitere Frage ist, ob und inwieweit der Ausbilder Anleitungen zur Selbstausbildung bietet und Fälle für Peergrouparbeiten bereitstellt. Die nötige Selbsterfahrung und Selbstreflexion erfolgt über das Sammeln eigener Erfahrungen. Hier sollte man darauf achten, wie der Ausbilder die Lerninhalte vermittelt und inwieweit Raum für Selbsterfahrung und Selbstentwicklung ermöglicht wird. Erfragen Sie, welche Maßnahmen und Medien zum Einsatz kommen, um die Übungen aus den Präsenzen privat nacharbeiten zu können.
Bei der Ausbildung zur Mediation kommt es nicht nur darauf an Wissen und Fertigkeiten zu vermitteln. Kommunikation funktioniert bei jedem Menschen anders. Es ist also wichtig, dass Sie als Teilnehmer lernen, das modellhaft Gelernte in die eigene Welt zu transformieren. Die Ausbildungsphilosophie sollte auch dies zum Ausdruck bringen.
Das Lernklima sollte ermutigen und den Teilnehmern die Möglichkeit geben, offen über alle Anliegen zu sprechen, die mit Konflikten und Konfliktbewältigung im Zusammenhang stehen. Das Lernklima und die Trainingsqualität lasen sich sehr gut über Referenzen von ehemaligen Teilnehmern erkunden. Danach können gegebenenfalls erfragt werden. Häufig gibt es Evaluationsauswertungen, die das Gesamtbild widerspiegeln. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls auch nach dem Qualitätsmanagement des Ausbilders.
Wichtig ist es auch, ob und inwieweit ein Netzwerk zur Verfügung steht, das die Auszubildenden auch nach der Ausbildung noch unterstützt.
Die Trainerpersönlichkeiten, deren praktische Erfahrung als Trainer und deren Berufserfahrung als Mediator spielen ebenso eine wichtige Rolle. Nur wer selbst Erfahrung in der Mediation hat, kann diese auch umfassend vermitteln. Eine breite Erfahrung des Trainers ist von Vorteil, besonders wenn diese auch in anderen Berufsfeldern und Unternehmungen bestehen. Neben der Mediationserfahrung ist die Erfahrung als Trainer ein wichtiges Kriterium. Der Trainer sollte bereit und in der Lage sein, eine Mediation selbst vorzuführen und in Rollenspielen einzuspringen. Er sollte die Teilnehmer fordern, fördern und motivieren. Auch ist es wichtig, dass der Trainer erläutern kann was, warum und wie in einer Mediation funktioniert und wie man diese Erkenntnis in der Praxis methodisch umsetzen kann. Auch sollte er in der Lage sein, etwa im Rahmen einer ausreichend vorgehaltenen Supervision, den Teilnehmern eine individuelle Rückmeldung über den Lernfortschritt und die Lernschwierigkeiten zu geben, um dann entsprechende Hilfestellungen und Fördermaßnahmen anzubieten.
Es sollte unbedingt auf Interdisziplinarität der Ausbildung geachtet werden. Eine einseitige Sicht auf die Mediation (etwa aus der Perspektive nur einer Berufsgruppe oder nur einer wissenchaftlichen Disziplin) verkürzt die Einsatzmöglichkeiten des Mediators, auch wenn er dieser Berufsgruppe selbst angehört. Ideal ist es, wenn Trainer selbst eine interdisziplinäre Erfahrung oder Ausbildung nachweisen können.
Es sollte auch darauf geachtet werden, dass sich die Ausbildung mit der Vielfalt der Mediation auseinandersetzt. Die Mediation hat viele Gesichter. Sie kommt nicht nur in verschiedenen Anwendungsfeldern zum Tragen, sondern auch in verschiedenen Erscheinungsformen. Ein professioneller Umgang mit Mediation ist nur dann möglich, wenn Sie die verschiedenen Varianten beherrschen und gegeneinander abgrenzen können.
Wer professionell mit der Mediation arbeiten will, sollte auch darauf achten, dass die Ausbildung das professionelle Umfeld beleuchtet und die Chancen einer Vermarktung einbezieht.
Ein seriöser Ausbilder wird Sie individuell beraten, ob und inwieweit das Training für Sie geeignet ist oder nicht und auch was Sie später damit anfangen können. Sie sollten darauf achten, dass der Anbieter eine Anlaufstelle für Sie zur Verfügung stellt, die sich auf Ihre individuellen Bedürfnisse einlässt. Neben den Fragen zur Studienorganisation sollte auch ein Betreuer für die Inhalte und die didaktische Umsetzung zur Verfügung stehen.
Der Preis ist nicht wirklich ein aufschlussreiches Kriterium, solange man die Kalkulationsgrundlagen des Anbieters nicht kennt. Hier gilt die Regel: Was teuer ist, muss nicht zwingend gut sein und was billig ist, ist nicht zwingend schlecht. Das Angebot (Preis – Leistungsverhältnis) entscheidet!
Seit dem Inkrafttreten des Mediationsgesetzes gibt es viele neue Angebote. Hier mag die Dauer, seit welcher der Kurs kontinuierlich angeboten wurde ein Indiz für die Etablierung der Ausbildung sein.
Eine behördliche Anerkennung eines Zertifikates oder einer Ausbildung ist bis heute nicht vorgeschrieben. Manche Verbände vergeben Anerkennungen im Rahmen ihrer Selbstorganisation. Diese sollten nicht mit einer noch fehlenden staatlichen Anerkennung verwechselt werden. Eine offizielle und einheitliche Akkreditierung gibt es noch nicht. Die Anerkennung ist kein Qualitätskriterium.

Mit ALLEN Sinnen lernen

Die integrierte Mediation präferiert das modulare BLENDED LEARNING KONZEPT, das in einer Kombination mit Vorträgen, Einzelseminaren (z.B. interkulturelle Mediation) und einem seminarübergreifenden Support (z.B. Lernplattform im Intranet) am Ende ein geschlossenes Konzept für die persönliche Aus-, Fort- und Weiterbildung ergibt. Für uns endet die Betreuung der Auszubildenden nicht mit dem Abschluss der Ausbildung. Wir stehen Ihnen auch noch zur Seite, wenn Sie die Mediation professionell oder wie auch immer anwenden.

Was sagt das Recht über die Ausbildung?

Das MediationsG setzt eine Ausbildung voarus, ohne sie verbindlich zu regeln. Der Gesetzgeber hat das Ministerium der Justiz ermächtigt, eine Rechtsverordnung zur Ausbildung zu erlassen. Die so genannte ZMediatAusbV-E liegt im Entwurf vor, ist aber noch nicht erlassen.

Zertifizierter Mediator

§ 5 MediationsG hat den Begriff des “zertifizierten Mediators” eingeführt. Es ist ein gesetzlich geschützter Begriff, der erst mit dem Inkrafttreten der ZMediatAusbV verwendet werden darf. Informieren Sie sich über den Stand der Zertifizierung auf unserer Projektseite.

Mediator mit Zertifikat

Weil der zertifizierte Mediator i.S.d. ZMediatAusbV die Leistungsmerkmale nur unvollständig beschreibt, versuchen die Verbände und Institutionen ein höherwertiges Zertifikat zu etablieren. Von Qualität ist die Rede, die sich nach dem Verständnis der Integrierten Mediation nur in einem differenzierten Konzept verwirklicht, in dem zwischen Ausbildungs- und Berufszertifikat unterschieden wird, das nicht nur fachliche, sondern auch graduelle Unterscheidungen erlaubt. Informieren Sie sich über das Zertifizierungskonzept der in-Mediation.

Standards

Um die Ausbildung und die korrekte Ausübung der Mediation sicherzustellen, haben die Verbände Standards erlassen. Die Standards der Integrierten Mediation sind für die Sternemediatoren verbindlich, indem sie sich bei Zertifizierung den Standards unterwerfen.

Anerkennung

Eine behördliche oder rechtlich verbindliche Anerkennung gibt es nicht. Einige Verbände haben sich gegenseitig anerkannt, wobei die Anerkennung behördlicher Akt und auch keine Akkreditierung beinhaltet. Sie offenbart lediglich die Übereinkunft hinsichtlich der Ausbildungs- und Anwendungsstandards. Die Integrierte Mediation hat sich in diese Anerkennung über das DFfM eingebunden.

Akkreditierung und Zertifizierung

Die Ausbilder zur Integrierten Mediation sind vom Verband Integrierte Mediation nach einer aufwändigen Ausbildung und Prüfung akkreditiert worden.

Entscheidungshilfe

Alle Rechtsfragen zur Mediation inkl. der Ausbildung und dem Beruf finden Sie in dem von unseren Mitgliedern und Experten der Integrierten Mediation verfassten Lehrbuchkommentar  Lehbuchkommentar zum MediationsG beantwortet. Fachbeiträge zur Ausbildung finden Sie im redaktionellen Teil des Portals.

Was wir beitragen können

Wenn noch Fragen zur Aufnahme, Fortsetzung oder Weiterführung der Ausbildung offen geblieben sind, schauen Sie bitte im Forum (dort können Sie auch selbst Fragen einstellen) oder suchen Sie nach “Ausbildung” im Suchfeld auf der Menüleiste. Vielleicht helfen Ihnen auch Berichte von Teilnehmern: Mediation im Fernstudium, Mediation kann man sie lehren?, Reflexionen zur Ausbildung. Der Verband führt selbst keine Ausbildungen aus, was unserer Gemeinnützigkeit gezollt ist. Trotzdem können wir Ihnen dabei behilflich sein, die passende Aus- oder Weiterbildung zu finden. Angebote zur Sterneausbildung finden Sie im Menüpunkt “Angebote“. Gerne können Sie aber auch persönlich Kontakt aufnehmen.

Kontakt
Nehmen Sie einfach Kontakt auf, wenn Sie Fragen haben oder wenn unsere Hinweise auf der Web-Seite Ihnen noch nicht weitergeholfen haben. Unsere Experten stehen Ihnen gerne zur Verfügung.
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Der Gedanke ist nicht schlecht. Erkundigen Sie sich doch einfach.

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